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Gemeinde Loffenau

Ein vorbildliches Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft

Artikel vom 12.01.2021

Ein vorbildliches Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft

...von welcher vor allem der Hirschkäfer [Lucanus cervus (Linné 1758)] profitiert. Im Loffenauer Gemeindewald wurde zugunsten einer stabilen Population eine sogenannte „Hirschkäferwiege” erbaut. Sie befindet sich am „Unteren Heukopf” und grenzt an die Streuobstwiesen “Lange Pfriemen”. Wie andere wärmeliebende Insektenarten profitierte der Hirschkäfer im Jahr 2020 von anhaltender Wärme und konnte mit ein wenig Glück in manchen sonnigen Wäldern entdeckt werden. Was viele nicht wissen ist, dass die Käfer die meiste Zeit ihres Lebens als Larven unter der Erde verbringen, nicht selten mehr als sechs Jahre bis sie sich schließlich verpuppen und zu einem Imago entwickeln, dem Käfer, wie man ihn kennt. Unter der Erde sind die Larven angewiesen auf sogenannten Mulm, welcher im Oberboden aus verwitternden Eichenstämmen entsteht. Dieser Lebensraum ist rar und wird mit dieser Maßnahme erheblich verbessert. Durch die großen Stammdurchmesser und die Vielzahl der Stammabschnitte bleibt dieser Lebensraum für Jahrzehnte bestehen. Der unmittelbar angrenzende Eichenmischwald bietet eine hervorragende Kulisse, in welcher wiederholt einzelne Hirschkäfer gesichtet wurden. Geplant und errichtet wurde die Käferwiege vom Loffenauer Unternehmen Bernstein Eco Consulting F. Wagner. Ein handgezeichneter Hirschkäfer und Infotexte auf einer Tafel weisen Wanderer auf das besondere Biotop hin. Die Eichenstämme konnten nachhaltig aus Restholz gewonnen werden, welche von Revierleiter Günther Taub gerne zur Verfügung gestellt wurden. Die gesamte Maßnahme wurde finanziert von der NABU Ortsgruppe Baden-Baden/Sinzheim.

Text und Foto: F.W.

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