Revierförster Günther Taub verlässt Loffenau nach fast 19 Jahren
Revierförster Günther Taub verlässt Loffenau nach fast 19 Jahren
Günther Taub verlässt Loffenau. Als Revierförster stand er den Loffenauer Bürgerinnen und Bürgern in den letzten 19 Jahren in Sachen Forstangelegenheiten jederzeit kompetent und hilfsbereit zur Seite und hat den Loffenauer Wald in fast zwei Jahrzehnten sehr geprägt. Der Forstingenieur hat viel erlebt in Loffenau:
"Am 1. April 2002, gut zwei Jahre nach dem Jahrhundertsturm „Lothar“, wurde mir die Verantwortung für das Forstrevier Loffenau übertragen, damals 1.100 ha groß. Fünf Jahre später wurde das Revier um knapp 25 % auf 1.363 ha vergrößert, sodass seither die gesamte Loffenauer Waldfläche in meiner Zuständigkeit war", erinnert sich Taub. "Außer Reformen und Flächenvergrößerungen waren meine ersten Jahre im Loffenauer Wald vor allem von gewaltigen Wiederbepflanzungsaktionen der Lotharflächen und anschließenden Pflegearbeiten bestimmt. Etwa 20 % des Loffenauer Waldes waren kahl (250 Hektar). Dank der vorausschauenden Arbeit meiner Vorgänger konnte auf großer Fläche auch mit Naturverjüngung gearbeitet werden. Jetzt, nach 19 Jahren, kann ich mit großer Genugtuung und auch mit ein bisschen Stolz sagen, dass die so mühsam aufgepäppelten Buchen, Douglasien und Ahorn 10-12 m hoch sind, in 5-10 Jahren können die ersten Durchforstungen erfolgen. Die Holzernte der ersten Jahre nach Lothar war hauptsächlich von der Aufarbeitung käfergeschädigter Bäume bestimmt, der Holzpreis war am Boden. In den Jahren ab 2006 normalisierten sich die Holzpreise und es konnten gute Gewinne im Waldhaushalt erzielt werden", erinnert sich Taub.
Bereits im Sommer 2002 hat Taub auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung im Neubruch einen zentralen, gut befahrbaren Brennholzplatz angelegt. Auf Nachfrage war so groß, dass der Platz peu à peu vergrößert und sogar ein zweiter Platz am Dachsfelsenweg angelegt werden musste.
Durch die Waldrodungen in den Jahren 2004 und 2014 in der "Reut" wurde Platz für die Neubaugebiete Rheinblick I und II und gleichzeitig tolle Ausblicke auf das Murg- und Rheintal geschaffen.
Eine weitere Herzensangelegenheit, die Taub in seiner Laufbahn stets verfolgte, war der Wegeausbau sowie die Wegeinstandsetzung im Loffenauer Wald. Das Ergebnis der langjährigen Anstrengungen sind gut befahrbare, feste Wege mit einem intakten Wasserableitsystem.
"Eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft habe ich von meinem ersten Tag in Loffenau angestrebt, langfristige Erfolge waren mir wichtiger als die kurzfristigen", so Taub. "Der Loffenauer Wald steht trotz der letzten Trockenjahre sehr gut da. Und gleichzeitig wurden über viele Jahre gute und sehr gute finanzielle Ergebnisse erzielt."
Ganz besonders wichtig war Herrn Taub auch, dass die Loffenauer Bürger sowie auswärtige Gäste den Wald genießen und langfristig nutzen können.
"All' dies konnte ich natürlich nur mit einer hervorragenden Mannschaft erreichen und mit guten Unternehmern. Für die Unterstützung und das Vertrauen seitens der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats möchte ich mich bedanken. Auch für das gute Verhältnis mit den Loffenauer Bürgern ganz herzlichen Dank. Ich habe mich hier als Förster und als Loffenauer Bürger vom ersten Tag an gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt. Dies werde ich sehr vermissen."
"Nun aber ist der Zeitpunkt gekommen", so Herr Taub, "sich neuen Herausforderungen zu stellen.“ Günther Taub wird zum 1. April an die Grenze zu Bayern, nach Giengen an der Brenz ziehen und sich dort seiner neuen Aufgabe widmen. Taubs Weggang aus Loffenau hat nicht zuletzt damit zu tun, dass er wieder näher bei seiner Familie ist.
"In den nächsten Wochen wird es eine Art Übergangsphase mit Herrn Taub und Herrn Gasperini geben, der derzeit eine sogenannte Trainee Position im Landratsamt inne hat", so Bürgermeister Burger. "Herr Gasperini wird uns, bis das Landratsamt einen neuen Förster für Loffenau gefunden hat, unterstützen und unser erster Ansprechpartner sein."
Die Gemeindeverwaltung bedauert den Weggang von Herrn Taub sehr, wenngleich sie sich natürlich freut, dass er nun eine Anstellung in der Nähe seiner Familie erhalten hat. "Die Gemeindeverwaltung hat in all den Jahren sehr eng und gewinnbringend mit Herrn Taub zusammengearbeitet und das Verhältnis war wirklich gut. Wir werden Herrn Taub in Loffenau sehr vermissen und wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt von Herzen alles Gute", betont Bürgermeister Burger.








