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Nach langer coronabedingter Pause kommt frischer Schwung in die Partnerschaft mit Steinbourg

Artikel vom 25.08.2021

Nach langer coronabedingter Pause kommt frischer Schwung in die Partnerschaft mit Steinbourg

Im fünften Jahr nach der Gründung unserer Partnerschaft mit Steinbourg im Elsass kam nach einer coronabedingten Pause am Wochenende wieder frischer Schwung in unsere Partnerschaft.

Bereits im Sommer des letzten Jahres besuchte uns eine Delegation von Gemeinderäten und Komiteemitgliedern aus Steinbourg hier in Loffenau zu einem eintägigen Kurzbesuch mit Wanderung auf unserem Panoramaweg und Besuch auf der Teufelsmühle. Der Gegenbesuch - im Herbst letzten Jahres geplant - fiel leider der damaligen Hochinzidenz bei unseren französischen Freunden zum Opfer. Dies konnte nun, wenn auch unter strengen Imp-, Genesungs- oder Testnachweisauflagen, am vergangenen Wochenende nachgeholt werden. So fuhren 7 Mitglieder des Partnerschaftskomitees aus Loffenau mit ihren Ehepartnern und Bürgermeister Markus Burger mit seiner Partnerin am frühen Samstagmorgen los; wurden wir doch bereits auf dem Sommermarkt zu einem Stehempfang mit elsässischem Crémant und Räucherspezialitäten empfangen. Der Sommermarkt findet in Steinbourg dreimal jährlich vor dem Rathausplatz statt und ist ein kleiner Wochenmarkt mit regionalen Landwirtschaftsprodukten. Eine Besonderheit ist, dass immer ein Verein im Wechsel an diesem Tag ebenfalls einen Stand betreibt und ein saisonales Mittagessen anbietet. Dies war - passend zum heißem Wetter am Samstag - eine Paella Valencia.

Diese gab es auch zum Mittagessen, zu dem das dortige Partnerschaftskomitee im Gemeindesaal eingeladen hat. Zuvor überreichte BM Markus Burger der Bürgermeisterin Viviane Kern unser Gastgeschenk aus Loffenau: einen Maronenbaumsetzling, geschmückt in den Farben blau-weiß-rot und schwarz-rot-gold, wobei das gemeinsame Rot in den beiden Landesfarben ebenfalls die enge Verbindung zu Frankreich und Steinbourg symbolisierte. Tragen doch sowohl Steinbourg als auch Loffenauer das Rot als Grundfarbe in ihren Wappen.

Der Maronenbaum, dessen Früchte schon zu früheren Zeiten den Speiseplan in strengen Hungerwintern ergänzten und so manches Überleben sicherten, ist ein Symbol für Hoffnung und das Überwinden von Krisen und passte so optimal in die Zeit nach der dritten Coronawelle. Dies betonte auch BM Markus Burger in seiner Rede und richtete den Blick ganz bewusst in die Zukunft.

Auf der anschließenden Wanderung auf dem „Sentier des arbres remarquables“ - einem Baumlehrpfad, der an zwölf besonders sehenswerten Bäumen vorbeiführte, konnte sich die Loffenauer Delegation davon überzeugen, dass ein optimaler Platz für den Setzling gefunden wird und künftig ein für die Loffenauer Wälder typischer Baum auch in unserer Partnergemeinde heranwächst und hoffentlich so gut gedeiht wie die Partnerschaft selbst.

Dem elsässischen Abend mit leckerem Flammkuchen im Hotel Ècluse 34 folgte am nächsten Tag eine Wanderung in die Vogesen zum „Mont St. Michel“, dem Berg des heiligen Michaels, mit seiner Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Unsere Wanderung endete im „Refuge“, einem auf Steinbourger Gemarkung mitten im Wald liegenden Ferienheims, das zu früheren Zeiten der dortigen Jugend als Freizeitlager und Urlaubsersatz diente, und das heute ehrenamtlich betreut wird und für Feiern und Übernachtungen (23 Betten/Hochbetten) angemietet werden kann.

Auf der dortigen Terrasse, unter schützendem Dach gegen den mittlerweile stark gewordenen Regen, endete der Besuch bei einem elsässischen „Baeckeoffe“  - einem typischen Gericht, in Weißwein marinierten Fleischsorten mit Gemüse, in Keramiktöpfen langsam gegart. Zu diesem Gericht passte auch das frisch gezapfte Fassbier, welches wir als kleine Aufmerksamkeit mitgebracht hatten.

Zusammengefasst war es ein sehr gelungener Besuch. 

Sehr freuen würden sich - wir und auch unsere elsässischen Freunde - wenn die Partnerschaft weiter belebt und auch verjüngt werden würde. So bieten sich zum Beispiel - bei weiter stabilen Inzidenzwerten - Besuche von Schulen oder Jugendgruppen, aber auch von Vereinen wieder an. Bei Interesse oder auch an einer Mitarbeit im Partnerschaftskomitee kommen Sie gerne auf Daniela Schmitt (Tel. 5523) oder Horst Schröter (Tel. 5879) zu.

Den nächsten Besuch aus Steinbourg planen wir hier im Oktober oder November; dieser darf auch gerne durch Anregungen aus der Bevölkerung ergänzt werden.

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