Neuigkeiten: Gemeinde Loffenau

Seitenbereiche

Hauptbereich

Neuigkeiten

Gerissene Rehe durch wildernde Hunde:

Artikel vom 29.03.2021

Gerissene Rehe durch wildernde Hunde: Zwei neue Fälle innerhalb von 5 Tagen

Vor Kurzem gab es im Murgtal, genauer gesagt in Gaggenau und Gernsbach erneut zwei Fälle, in denen wildernde Hunde ein Reh gerissen und damit tödlich verletzt haben. Und das innerhalb von fünf Tagen. Das berichtet Kreisjägermeister Frank Schröder. 

Leider kommt es trotzdem immer wieder vor, dass Hunde Wildtiere reißen. Wenn ein Hund das einmal gemacht, quasi das Tier „geschmeckt“ hat, ist es möglich, dass er es immer wieder tut. Der Grund ist der Jagdtrieb der Hunde. Auch wenn nicht jeder Hund ständig jagt - einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Jagdinstinkt tragen alle Hunde in sich - egal ob sie groß oder klein sind. Vor allem in der Brut- und Setzzeit, die von März bis Juni dauert, aber auch generell sollten Hundebesitzer ihre Tiere anleinen. Denn es kann immer sein, dass Hasen, Rehe und Bodenbrüter ihre Jungen oder Gelege in den Wiesen und Feldern haben.

Auch wenn in Baden-Württemberg kein genereller Leinenzwang herrscht, so muss der Hundehalter im Ernstfall jederzeit auf seinen Hund einwirken können. Je mehr Fälle aktenkundig werden, in denen Hunde Wildtiere jagen, verletzen oder töten, desto mehr wird die Debatte über eine generelle Leinenpflicht befeuert.

Der Wildtierschutz obliegt den zuständigen Behörden und den Jagdausübungsberechtigten. Wer in einem nicht befriedeten Teil eines Jagdbezirks Hunde ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen frei laufen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, für deren Verfolgung das Landratsamt zuständig ist.

Nach dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz können Bußgelder bis zu 5.000 Euro verhängt werden. Die Gemeindeverwaltung bittet entsprechend um Beachtung. 

Die Jagdpächter sowie Kommunen appellieren daher erneut an alle Hundehalter, Rücksicht zu nehmen. 

Infobereiche